Montag, Januar 23, 2012

T-Systems Kommunikationsprozesse

Liebe T-Systems,

irgendwie denke ich, dass ihr mal eure Kommunikationsprozesse überarbeiten solltet:

1. Anfrage gestellt über euer Abwimmel-Webanfrage-Formular am 16/17ten Januar 2012 bezüglich Glasfaser. Keine Anwort. Noch nicht einmal, das meine Anfrage eingegangen ist.
2. Heute habe ich die Hauptnummer 069 / 200600 angerufen. Nach fast einer Woche kann man mal eine Anwort erwarten. Habe die #2 getippt beim Schei**-Sprachcomputer. Aus der Leitung geflogen. Fein. Kennt man ja. Nochmal angerufen. Freundliche aber sehr schwer verständliche Dame (Headset kaputt) leitet mich weiter an eine Dame bei der Telekom(!). "Hier sind sie falsch!" - "Ach. Na so was!". Von ihr bekomme ich die Rufnummer 0800 / 879 783 67.
3. Unter der Rufnummer 0800 / 879 783 67 wird mir mitgeteilt, dass ich doch bitte eine Email schreiben soll.

Das mache ich hiermit. Kunde König? Guter Witz.
Also. Ich bitte um Rückruf unter "Nummer unterdrückt".
Es geht um ein Angebot für Glasfaser. Wie in der Webanfrage vom 16/17ten Januer 2011 beschrieben.

Gruß,
Rüdiger G. Biernat

Freitag, Januar 20, 2012

Ist IT langweilig geworden?

Das neueste Linux mit selbstöffnenden Fenstern.
Das ultraschnelle Protokoll "Tihsllub" mit Selbstheilungskräften.
Das neueste Notebook. So schnell, es weiss, was Du tippen willst.

So, oder so ähnlich "fühlen" sich momentan alle IT-Themen für mich an. Laaangweilig.
Früher war es anders:

Ubuntu: Jede neue Version war eine Release-Party wert oder zumindest schloß man sich für das Wochenende ein, um seine private Serverfarm auf den neuesten Stand zu bringen. Heutzutage rauschen die Releases mehr oder weniger an mir vorbei.

Gentoo: War das ein tolles System. Man konnte tagelang an dem System herumschrauben. Man konnte sogar ruhigen Gewissens mit seiner Freundin schlafen, während im Hintergrund ein "emerge -eD world" lief. Man hatte schließlich Stunden Zeit, bis das neue System fertig gebacken war. Heute kauft man einfach ein schnelleres System bei Aldi ums Eck.

MythTV und VDR: Früher musste man aufwendig den DVB-S-Kartentreiber aus den Windows-only-Treibern extrahieren. Dann musste man MythTV per Hand kompilieren, um ein aktuelles System zu haben. Heute sagt man nur "aptitude install vdr". Eventuell muss man noch die Firmware-Datei in das /lib/firmware Verzeichnis kopieren. Das war es aber schon. Neuere Ubuntu-Versionen haben die Firmware-Dateien an Bord.

IPv6: Ja, furchtbar. NATting und die Big 10 Player machen es schon. Und die Fritzboxen und deren Derivate. Geh weg.

NAS: Ja. Seit 2006/2007 habe ich ein Synology NAS im Einsatz. Mittlerweile das zweite System mit fast 3TB. Muss ich mich jetzt NASS machen, weil es so toll ist? Es funktioniert.

Cloud-Technologie? Boah ey. Ja. Ich kann auch 'ne heiße Wolke produzieren. Ich kann auch VMware, KVM, Xen, Solaris Container, Partitionen, etc. etc. *gääähn*

Telekommunikation? Kann sich noch jemand an Hylafax, Fossil-Treiber, 16550 UART, ZyXel 1496E+, Fido, MausNet, WinAnruf, Freetz und dergleichen erinnern? Kauf Dir eine Fritz!Box 7390. Kann alles. Demnächst auch Kaffee kochen mit Heimautomation.

Mobiltelefone? Kann sich noch jemand an das OpenMoko erinnern? Ja. Gähn.

Ich könnte das Ganze wahrscheinlich stundenlang so weiterführen. Aber es ändert nichts an der Tatsache, daß ich einfach nur noch gelangweilt bin.

Kann mich bitte mal jemand für die nächsten 300 Jahre einfrieren? Dann sollten sich die Computer soweit verändert haben, das sie wieder interessant sind. Weiterhin hat sich die Klimakatastrophe erledigt und Guttemberg, Wulff und "Vada a bordo, cazzo!" sind erledigt. Ist doch toll.

Donnerstag, Januar 19, 2012

Die rasende Bundesnetzagentur!

Liebe Bundesnetzagentur,

heute möchte ich euch einen Intelligenzquotient äquivalent zu Toastbrot bescheinigen. Ihr verdient es wahrlich, in meinem Sarkasmus und triefendem Spott ertränkt zu werden:

 Ich habe euch am 31.08.2011 einen Rufnummern-Mißbrauch per Fax gemeldet.

http://24prompt.de/Rufnummern.pdf

Heute, am 19. Januar 2012, fast 5 Monate danach, teilt ihr mir mit, daß ihr die Rufnummer mit ein paar Dutzend anderen Telefonnummern abgeschaltet habt. Gratuliere! Wahnsinn, ihr seid so verdammt schnell! Wird bei euch das Fax oder die Email noch ausgedruckt? Vielleicht solltet ihr mal eure Prozesse optimieren. Ich würde ein Three-Strike-Modell machen. Drei Kunden belästigen euch wegen der gleichen Nummer. "Und tschüss!" -- Rufnummer weg. Wo liegt das Problem? Funktioniert eure Kommunikation untereinander nicht? Oder arbeitet ihr immer noch mit der "Eine Krähe hackt der anderen nicht das Auge aus"-Mentalität? Ihr seid doch ehemalige Kollegen von der Telekom, oder? Anyway..

Ich muß euch leider ein furchtbares Geheimnis verraten..

Das Abschalten der Rufnummern, das kümmert die Spammer gar nicht! Die haben doch schon längst den nächsten Hunderterblock an Rufnummern bestellt. Oder noch viel besser: Wahrscheinlich bestellen sie jeden Monat 100 Rufnummern, die ihr dann 5 Monate später wieder abschaltet. Das nennt man dann vorausschauendes Capacity Management!

Versagt.

Donnerstag, Dezember 15, 2011

Klarstellung: Artikel in Zeitung "Firmen in der Funklochfalle"

Heute ist in der Allgemeinen Zeitung Uelzen ein Beitrag über Vodafones LTE und die katastrophale Breitbandsituation in Uelzen und Umgebung erschienen:

http://www.az-online.de/nachrichten/landkreis-uelzen/suderburg/firmen-funkloch-falle-1530745.html

Meine Klarstellung:

1. Ich bin auch ein Architekt. Unglücklicherweise assoziiert das jeder mit der Hochbaubranche. Ich komme aus der Computerbranche. Deswegen habe ich in meinem offenen Brief "Lösungsarchitekt IT" geschrieben. Mit meiner offiziellen englischen Bezeichnung "Infrastructure Lead Solution Architect" hätte keiner etwas anfangen können. Ich plane gelegentlich Glasfaser-basierte Infrastrukturlösungen über hunderte von Kilometern für im Ausland ansässige Firmen (Ich verdiene nicht am Breitbandausbau Deutschland. Unsere Kunden sitzen in Skandinavien). Mein Hauptarbeitsbereich ist die Entwicklung von hochkomplexen Rechenzentren und das damit verbundene IT Outsourcing. Jetzt denken die Leser, das ich Häuser baue. Das ist so wirklich gar nicht hilfreich. Ein EDV-Fachmann hat mehr Ahnung von einem IT-Thema als ein Bauarchitekt.

2. Ich habe mich an keiner Stelle über die hohen Ausbaukosten von LTE beschwert. Im Gegenteil. Die Ausbaukosten von LTE sind geringer. Aber nur, weil man bei der Verlegung von Glasfaser die Erdbauarbeiten mit einberechnen muss. Aber Glasfaser bietet mehr Möglichkeiten, ist weniger anfällig gegen Störungen und ist generell die "bessere" Technologie.
Wenn man allerdings Glasfaser in bestehende Leerrohre einbringen kann, dann kostet der Kilometer "nur" ca. 1000-5000€. Peanuts. Hat man keine Leerrohre, dann sind die Bauarbeiten der kostentreibende Faktor.

Ich habe mich über die hohen Kosten von Vodafones LTE, die niedrige Leistung und die künstlichen Beschränkungen beschwert. Ein DSL- oder Glasfaser-versorgter Stadtmensch bekommt "mehr". Und das zu einem niedrigeren Preis. Uns Dorfbewohnern bleibt nur Vodafones LTE.

Oder technisch ausgedrückt:
a. Mit Vodafones LTE kann man momentan theoretisch 50Mbit/s übertragen. 10-20Mbit/s kommen hier wirklich beim Kunden auf dem Land an. (Manche dümpeln bei 3-5Mbit/s). Es ist abhängig von Straßenschluchten, Häuserwänden, Wetter, etc. Bei 300Mbit/s ist das momentan theoretische Maximum erreicht. 70EURO/Monat kostet das Vodafone-Paket mit den geringsten Einschränkungen.
b. Die Telekom (oder andere Anbieter) bieten jetzt schon Glasfaser bis zum Haus (FTTH, Fibre to the Home) mit 200Mbit/s für Endkunden an (60EURO/Monat). Demnächst 1000Mbit/s. Hier ist eigentlich nur der Kostenfaktor das limitierende Maximum.

Ein Blick in die Zukunft:
Im März 2011 fand ein Test zwischen dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut und der Technischen Universität Dänemark statt. Hier wurden 10200000 Mbit/s übertragen. Über eine einzige Glasfaser kann man den gesamten Internetverkehr der Bundesrepublik senden!
http://www.hhi.fraunhofer.de/en/press/press-and-media/a-world-record-in-serial-data-transmission-via-fiber-optics-102-tbs-or-an-astonishing-240-dvds-per-second/

Dienstag, Dezember 13, 2011

Die katastrophale Breitbandsituation in Uelzen und Umgebung

So,
gerade eben habe ich meinen "offenen Brief" an das Breitband Kompetenzzentrum Niedersachsen, David McAllister MdL, Jörg Hillmer CDU, Allgemeine Zeitung Uelzen, Presse Vodafone, Samtgemeinde Suderburg und den Landkreis Uelzen verschickt.

http://www.24prompt.de/final.pdf

Dann freue ich mich mal auf Rückmeldungen.

Mittwoch, Oktober 05, 2011

Neue LTE-Tarife von Vodafone?

Gerade eben (05.10.2011, ca. 14.00 Uhr) hatte ich Besuch von zwei Vodafone-Mitarbeitern. Neben unzähligen Entschuldigungen (siehe andere Posts in diesem Blog) versprach mir der Mitarbeiter einen neuen LTE-Tarif mit 150GB Datenvolumen im Januar 2012. Das wäre dann selbst für mich genug.

Ich soll heute noch einen Rückruf bekommen, in dem meine diversen Fragen geklärt werden. Ich lasse mich überraschen.

Freitag, September 16, 2011

Ich bin der TORwächter!

(Kleine Hintergrundinformation - ich möchte unseren kleinen Ferienwohnungs-/Ferienhaus-Betrieb mit WLAN ausstatten, damit unsere Gäste im Internet surfen können. Das ist mittlerweile ein wichtiges Kriterium, um Feriengäste anzulocken. Entweder ich biete eine freie Lösung an und riskiere mit jedem illegalen Download eines Gastes eine horrende Geldstrafe oder ich kaufe eine professionelle Hotspot-Lösung für tausende von Euros, die evtl. auch nicht rechtssicher ist.)
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Liebe Bundesregierung,
liebe Rechteverwerter,
liebe EU-Parlamentarier,
liebe Anbieter von Hotspot-Lösungen,


vielen Dank, das ihr mir das Leben als Vermieter von Ferienwohnung/Ferienhaus zur Hölle macht:

1. Bundesregierung - ihr seid ein einziger Haufen von unwissenden Internet-Ausdruckern. Nicht direkt bestechlich. Oh nein, ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn der Politiker nach seiner Amszeit einen lukrativen Job bei in der Industrie (GAZPROM, Eon, Mars, etc.) bekommt. Zufällig in dem Bereich, wo er vorher alles Wichtige blockiert hat. (http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=7943466)
Die Rechte des Rechteverwerters müssen geschützt werden - eine Leier, die jeder Politiker mit der schönsten Regelmäßigkeit anstimmt: Spätestens dann, wenn mal wieder durch richtige Polizeiarbeit ein Terrorist gefunden wurde, stimmen die Innen-Minister das Lied auf die verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung an. Wir haben leider in Norwegen sehen müssen, das eine Vorratsdatenspeicherung gar nichts nützt. (http://www.datenschutz-praxis.de/fachwissen/fachnews/norwegen-beschliest-vorratsdatenspeicherung-2013-tschechien-hebt-sie-auf)
Eine Vorratsdatenspeicherung wäre ein Festmahl für die Rechteverwerter - endlich können sie ALLE Bürger mit ihren Heerscharen von Anwälten abzocken. Wer schützt also die kleinen Leute vor den mafiösen Strukturen der Rechteverwertern. (GEMA, GEZ, IP-Trolle)?

2. Rechteverwerter - ich gratuliere euch zu eurem letzten Coup, die Verlängerung der Schutzrechte auf Tonträger von 50 auf 70 Jahre (http://www.handelsblatt.com/lifestyle/kultur-literatur/segen-fuer-alternde-stars-reibach-fuer-plattenfirmen/4601836.html). Ihr seid wahrlich das pure Böse.

3. EU-Parlamentarier - ihr seid genauso unwissende Internet-Ausdrucker, wie eure Kollegen in der Bundesregierung. Von der Industrie-Lobby umworben. Wichtige Entscheidungen blockierend (Reform Patentgesetze, etc.) - unnötige Gesetze drückt ihr durch (Vorratsdatenspeicherung). Gerne auch mal im fünften Anlauf und von hinten durchs Auge. Hier scheinen die politisch aktiven Frauen (Cecilia Malström) so karrieregeil zu sein, das sie gerne mal übersehen, was für einen Blödsinn sie denn da verzapfen.

4. Anbieter von Hotspot-Lösungen - ihr macht mit der Unsicherheit im Internet das große Geschäft. Eure Lösungen sind unverschämt teuer oder total unpraktisch. Wenn ich gerade einmal 50€ im Monat mit dem Internetzugang verdiene, wieso soll ich dann das Problem mit einer 5000€ teuren Lösung lösen?

Heute nacht habe ich einen Proxy installiert, der das TOR Projekt (www.torproject.org) nutzt. Damit wird der gesamte Internetverkehr meiner Gäste über eine Phalanx von anonymisierenden Servern im Internet geleitet. Damit kann niemand ohne erheblichen Aufwand nachverfolgen, wohin meine Benutzer surfen. Ich will keine Straftat begehen. Ich will sie auch nicht unterstützen. Aber ihr lasst mir einfach keine andere Wahl. Das ist purer Selbstschutz.